12.02.2020 Feuerwehr Düren zieht Bilanz nach Sturmtief "Sabine"

Nachdem „Sabine“ jetzt wohl endgültig weitergezogen ist, zieht auch die Feuerwehr Düren Bilanz. Bereits zur Wochenmitte wurde durch die Wetterdienste ein Sturmtief angekündigt, das am Sonntag auch über Düren hinweg ziehen sollte. Das hat die „Sabine“ auch gemacht und für die Feuerwehr Düren hatte sie von Sonntagnachmittag bis zum Dienstagmorgen insgesamt 137 Einsätze im Gepäck. Im Wesentlichen waren es die üblichen Sturmeinsätze „Baum auf Straße/PKW“, „Lose Dachziegel“, „Kamin droht abzustürzen“ …

Durch einen umgestürzten Baum kam es auf der Bahnlinie Aachen – Köln aufgrund einer Beschädigung der Oberleitung zu einem Brand. An der Arnoldsweilerstraße stürzten Teile einer Fassade ab und im Bahnhofsbereich löste sich die Eindeckung eines Flachdachs. Haupteinsatzgebiet waren das westliche und südliche Stadtgebiet. Menschen kamen nach unserer Kenntnis nicht zu Schaden. Eine unserer Einsatzkräfte wurde leicht verletzt.
 
Wie lief der Einsatz ab?

Um auf die Situation vorbereitet zu sein, wurden der Einsatzführungsdienst (B- und C-Dienste) und die Führungsunterstützungsgruppe (FÜG) der Feuerwehr Düren in Alarmbereitschaft für Sonntag versetzt. Am Sonntagvormittag wurde die Einsatzzentrale vorbereitet, die dann um 15:30 Uhr in Betrieb genommen wurde. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Notrufe in der Leitstelle des Kreise Düren nur noch angenommen und dann direkt in die Einsatzzentrale nach Düren weitergeleitet. Die weitere Kategorisierung, Koordination und Disposition erfolgt dann von dort aus. Die Einsatzzentrale war zur Hauptzeit mit einem Erfasser, einem Sichter + Einsatzkoordinator, zwei Fernmeldern und dem Einsatzleiter besetzt. Um die Ressourcen effektiv auszunutzen, wurde mit insgesamt drei Erkundern gearbeitet. Ihre Aufgabe ist es, die Einsatzstellen anzufahren, um hier festzustellen, wie viele Kräfte und welches Gerät erforderlich sind. Erst nach der Rückmeldung wurden dann die entsprechenden Kräfte entsendet.

Als erste Einheiten wurden am Sonntagnachmittag der Löschzug Mitte und die Löschzüge 4 (Berzbuir, Lendersdorf, Niederau) und 6 (Birgel, Derichsweiler, Gürzenich) alarmiert. Da das voraussichtliche Ausmaß des Sturmes bereits über einen längeren Zeitraum angekündigt war, wurden bewusst weitere Kräfte der Feuerwehr Düren zur möglichen Abarbeitung weiterer Sturm-/Paralleleinsätze in Bereitschaft versetzt.
Da das Leben wegen einem Sturm nicht stillsteht, musste während der Sturmeinsätze auch das Tagesgeschäft mit mehreren Brandmeldealarmen, u. a. in zwei Krankenhäusern und einem größeren Verkehrsunfall bearbeitet werden.
Gegen Mitternacht wurde zur Ablösung der Löschzug 3 (Arnoldsweiler, Birkesdorf) alarmiert. Die weiteren in Bereitschaft gesetzten Kräfte wurden nicht mehr benötigt. Bis ca. 2:00 Uhr in der Nacht wurden rund 70 Einsätze abgearbeitet. Da es ab diesem Zeitpunkt deutlich ruhiger wurde, konnten die Kräfte nach Hause entlassen werden. Die Einsatzzentrale wurde heruntergefahren und in den Normalbetrieb zurückgekehrt. Vereinzelte noch anfallende Einsätze wurden durch die Hauptwache abgearbeitet.
 
Als sich die Einsätze in den Morgenstunden des Montags wieder häuften, wurde die Einsatzzentrale wieder mit zwei Fernmeldern in Betrieb genommen sowie ein Erkunder eingesetzt. Weil die Einsätze in ausreichendem zeitlichem Abstand aufgelaufen sind, konnten diese durch die hauptamtlichen Kräfte abgearbeitet werden. Hierzu wurde zeitweise auch die zweite Drehleiter in Betrieb genommen. Lediglich am Abend wurde noch einmal die Löschgruppe Birkesdorf zur Unterstützung alarmiert.

Bis 20:00 Uhr am Montagabend war die Einsatzzentrale besetzt. Danach wurde wieder in den Normalbetrieb zurückgekehrt.Gegen 14:00 Uhr am Dienstag wurde der letzte sturmbedingte Einsatz abgearbeitet. Insgesamt waren rund 100 Kräfte der Feuerwehr Düren im Einsatz.
 
Die Feuerwehr Düren bedankt sich bei allen beteiligten Organisationen, den Fachämtern und natürlich auch bei allen eingesetzten eigenen Kräften für diesen #einsatzfuerdueren!